ILLUSION
07.04.2014 Der metaphorische Name für den neuen Spielfilm von Roland Reber kollidiert eindeutig mit der Geschichte, die der Film erzählt. Illusionen gelten ja in der Umgangsdenke nur als Falsche Vorstellungen. Oft spricht man auch von Einbildung und meint damit den puren Trugschluss, dem wir Menschen unterliegen können. Roland Rebers ILLUSION bricht mit den erwartbaren Trugbildern - eben besonders mit den Erwartungen, die konsumverwöhnte Filmseher hegen könnten. Also, liebe Besucher, das ist vielleicht die beste Umschreibung: Bitte loslassen von den eigenen Erwartungshaltungen an Filme, die jeder für sich angelernt hat. Oder, um das Verständnis von Rebers zum Filmemachen deutlich werden zu lassen, seht selbst:
Dieser Film machte es uns trotz partieller Verspieltheit nicht so leicht, denn er nähert sich der menschlichen Illusion aus einem Blickwinkel, der wohl am wenigsten vom Verstand geleitet oder begleitet wird: Sexualität, Erotik, Obsessionen. Roland Reber wäre nicht Roland Reber, wenn er nicht auch in seinem neuen Spielfilm Bilder und Geschichten zu diesem Thema zeigt, die ungewohnt sind, die faszinieren und gleichzeitig polarisieren können. Keine Hochglanzszenen der Marke Hollywood, kein orientalisches Pathos a la Bollywood. Die Kritiken zum neuen Film sind beachtlich, erkennen den gewagten Spagat zwischen Kunst und Erotikfilm, das Kammerspiel ebenso wie die teilweise verführerische Kameraarbeit.
Der Kinostart des Films lag gerade am 23.01.2014 - wir können den Film seit November 2013 für das Kunsthaus Eigenregie ankündigen. Die Weltpremiere von ILLUSION fand auf dem SITGES International Film Festival (Spanien) statt, seine Deutschlandpremiere bei den Hofer Filmtagen 2013.
Carolina Hoffmann (Hauptdarstellerin) und Marina Anna Eich (Hauptdarstellerin und Koproduzentin) waren zum Kinoabend anwesend und standen auch noch lange danach für ein persönliches Filmgespräch zur Verfügung. Die beiden bedanken sich für das rege Interesse, grüßen unsere Kinogäste und bereiten sich nach der Premierentour nunmehr auf die Teilnahme bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes vor.
Und hier ein Filmteaser:
Pressestimmen:
• „Es ist als hätten David Lynch und Helge Schneider zusammengearbeitet.“
(Süddeutsche Zeitung, Kultur 22.10.2013)
• „…Filme von Roland Reber vergisst man nicht. Sie sind besonders... Ein Film, der
zeigt, dass es eine Unmenge mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als sich
die Filmschulweisheit träumen lässt. (kino- zeit.de)
• „ Mal entlarvend komisch, dann sinnlich erotisch und im nächsten Moment voller
theatralischer Melancholie, führt uns diese phantasmagorische Achterbahnfahrt der
Emotionen ganz tief hinein in die intimste Gedankenwelt ihrer Figuren.
Traumwandlerischer Seelenstriptease! (Deadline Filmmagazin)
• „Sehenswert, wenn Sie glauben, Facebook süchtig zu sein, sich vielleicht manchmal
fragen, warum Sie Fan vom FC Bayern München sind oder sich noch immer
wundern, weshalb Sie in einer Bar niemanden kennen lernen. Auch für alle, die
davon träumen, einmal im Leben ein Harley Davidson Bike zu fahren.“ (DaCabrio.de)
• „In diesem von keiner Filmschullehre limitierten Kammerspiel, das in aufwendiger
Postproduction zahlreiche visuelle Effekte erhalten hat, schlummert der
anarchistische Independent-Geist von Helge Schneider, Christoph Schlingensief, Luis
Buñuel und Lars von Trier in einer "Eyes Wide Shut"- Kulisse.“ (Blickpunkt:Film)
• „Hocherotisches Ensemble - Drama um acht Menschen, die in einer Bar dem Alltag
entfliehen und sich ihren sexuellen Fantasien hingeben.“ (kino.de)
• „Früher gab es mehr solcher filmischer Anarchisten in Deutschland – man denke nur
an Schlingensief – inzwischen scheint Reber der Einzige zu sein, der übrig ist.“
(Rheinpfalz, 29.10.2013)
• „Rebers Filme sind unangepasst, unvergleichlich, unkonventionell und eigenwillig.“
(Landsberger Tagblatt, 24.10.2013)
Soweit Auszüge aus den Filmkritiken, wenige Wochen nach dem Filmstart. Wir laden besonders gerne den Teil unseres Publikums ein, der ganz unverkrampft und vielleicht auch humorvoll mit dem Thema Erotik und experimentellen Filmen umgeht. Sven van Thom, der schon zweifach im Kunsthaus Eigenregie spielte, hat dafür den richtigen Kommentar und Song: "Komm, wir machen heut wat mit Erotik" - viel Vergnügen mit dem Lied: