Kino: Haus in Berlin - im Kunsthaus EigenregieDie Regisseurin Cynthia Beatt wurde in Jamaica geboren, lebte lange auf Fidschi, bereiste ein Jahr Afghanistan, den Iran und Indien. Seit vielen Jahren lebt sie in Berlin - die einstmals geteilte Stadt ist auch der Schauplatz mehrerer ihrer Filme. Wir hatten Cynthia Beatt eingeladen um ihr letztes Werk zu zeigen. Und im Anschluss wurde in entspannter Atmosphäre mit ihr über den Film diskutieren - bis spät in die Nacht.

Cynthia Beatt wird Cineasten durch ihre halbdokumentarischen Arthouse-Filme “Cycling the Frame” und “The Invisible Frame” bekannt sein. In beiden fährt Tilda Swinton (Oscarpreisträgerin 2007) mit dem Fahrrad die Berliner Mauer ab. 1988 erfährt sie dabei die Trennschärfe Berlins, 2009 fährt sie den Phantomspuren des Todesstreifens nach und lässt ihren Gedanken freien Lauf.

Ein Haus in Berlin ist Cynthia Beatts Spielfilm und persönliche Perspektive um ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. 15 Jahre Realisationszeit flossen in ihr Herzensprojekt. Der Film schlägt eine Brücke über, Krieg, Vertreibung, Diktaturen und findet Parallelitäten in der Gegenwart. Frei von falscher Melancholie, reisserischen Momenten, dafür mit einer erzählenden Kamera und einer Besetzung, die dem Plot noch mehr reale Berührung gibt.

Wir freuen uns, dass Cynthia Beatt zum Auftakt ihrer kleinen Kinotournee - als erste Station - in Eschenbach Halt machte. Ein Filmteaser: